Bei Nordic Walking handelt es sich um eine Ausdauersportart, die schon um 1930 in deutschsprachigen Regionen als “Stockgang” bekannt war. Mittlerweile ist das Konzept aber deutlich überholt und verbessert worden, daher hat sich Nordic Walking in den letzten Jahren zu einer sehr beliebten Sportart entwickelt.
Im Prinzip ist Nordic Walking nichts anderes als Gehen, wobei dies von zwei Stöcken unterstützt wird, um die für Langlauf typische Körperhaltung bzw. Armbewegung zu unterstützen. Das sorgt für einen geraden Rücken und trainiert die Schultermuskulatur gleichzeitig mit.
Wie oben schon erwähnt wurde Nordic Walking schon in den 30er Jahren von Langläufern betrieben, damit sie in den schneefreien Jahreszeiten ihr Training nicht vernachlässigen mussten. Für den Durchschnittsbürger wurde es allerdings erst Ende der 90er Jahre interessant, da erst zu diesem Zeitpunkt die Technik des Nordic Walkings sowie auch entsprechende Ausrüstung (weiter) entwickelt wurde.
Der Vorteil bei Nordic Walking ist, dass so gut wie jeder diese Sportart betreiben kann. Egal, ob bereits trainierte Sportler oder blutige Anfänger. Im Gegensatz zum Joggen werden hier die Gelenke mehr geschont. Dennoch werden sie mehr belastet als beim normalen Spazieren gehen! Mediziner haben auch herausgefunden, dass die Sauerstoffzufuhr beim Nordic Walking verglichen mit dem normalen Walking ohne Stöcke ca. 5% höher ist.
Der Bewegungsablauf beim Nordic Walking ist relativ einfach. Die Stöcke werden möglichst nah am Körper geführt und jeweils versetzt zum Fuß auf den Boden gesetzt. Das bedeutet: Der linke Stock berührt gleichzeitig mit dem rechten Fuß den Boden und der rechte Stock berührt gleichzeitig mit dem linken Fuß den Boden. Da die Stöcke den Oberkörper aufrecht halten, werden Rücken- und Schultermuskulatur ebenfalls leicht trainiert.
Wichtig beim Nordic Walking ist ein guter Stock. Er muss nicht nur genau auf die Größe des “Walkers” eingestellt sein, auch das Gewicht und das Material spielen eine Rolle. Es gibt Stöcke aus Aluminium, Cabon oder auch Carbon-Glasfaser-Gemischen. Der Vorteil von Carbon ist, dass es Schwingungen besser abfängt und insgesamt etwas robuster und stabiler ist. Zusätzlich sollte der Stock einen Gummiüberzug am Ende tragen, um Geräusche und die Schläge des Aufsetzens zu minimieren. Eine Handschlaufe bietet sich an, damit der Stock nicht abrutscht.